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Freitag, 5. Februar 2021

George Sand und die Sprache der Liebe von Beate Rygiert

George Sand und die Sprache der Liebe 








Autor: Beate Rygiert 
Verlag: Aufbau
Seiten: 391
Preis: 12,99€, Taschenbuch
ISBN: 978-3746636238

Bewertung: ☺☺













Worum geht es ?

"Ach Paris, mein Paris, wo man frei ist zu lieben und zu fühlen." George Sand

Paris, 1831: Eine junge Frau in Männerkleidern betritt die Redaktion des renommierten Le Figaro. Ihre adelige Herkunft und die unglückliche Ehe hat sie hinter sich gelassen, sie ist bereit für den Neuanfang. Georges Leidenschaft sind die Worte: Mit ihrem jüngeren Liebhaber Jules lernt sie das Leben der Pariser Bohème kennen, gemeinsam verfassen sie ihren ersten Roman. Doch George erwartet noch mehr vom Leben, sie ist mutig und wissbegierig, immer bereit, Tabus zu brechen. Voller Leidenschaft stürzt sie sich in die Beziehung mit dem berühmten Komponisten Frédéric Chopin. Denn sie ist vor allem eines: eine bedingungslos Liebende.

  [Quelle: Amazon]

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1831 bricht George Sand als Frau in Männerkleidern mit den alten Traditionen. Gegen den Fluss schwimmend, veröffentlicht sie unter einem männlichen Namen Bücher und wird berühmt. In ihren Büchern verarbeitet sie ihre eigenen Lebenserfahrungen. 

Das Cover ist so wunderschön. Es passt sehr gut zu denn anderen Covers dieser "Reihe". Man erkennt sofort die französische Architektur im Hintergrund und die farbenstarke Frau im Vordergrund macht neugierig. 

Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich die Reihe der starken und wichtigen Frauen in der Geschichte sehr mag. 
Den Namen George Sand hatte ich irgendwann mal gehört, aber wusste nichts wirklich mit ihm anzufangen. Das hat sich durch diese Buch zum Glück geändert.

Die Autorin nimmt uns in einem unterhaltsamen und interessanten Buch mit und gibt dem Leser einen Einblick in das Leben von George Sand. Gemeinsam begleiten wir sie von 1831 bis 1839. Acht Jahre lang sind wir an ihrer Seite und dabei wird es nicht einmal langweilig. 
Es ist spannend zu lesen, was für einen Willen sie hat, wie emanzipiert sie ist und wie sehr sie akzeptiert, dass nicht immer alles einfach ist. Schon früh forderte sie die gleichen Rechte für Frauen und Männer, George Sand, in ihren Männerklamotten, war ihrer Zeit meilenweit voraus. 

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Lebendig und bildhaft bekommt man ein gut recherchiertes Bild. Man reist in das 19. Jahrhundert, lernt dabei die Pariser Bohème kennen und taucht ein in ein nicht ganz einfaches Leben. 

Das einzige was mich gestört hat war das Ende. 
Gerade Bücher, die auf echten Menschen basieren, brauchen nicht immer ein Happy End. 

"George Sand und die Sprache der Liebe" hat mich mitgenommen, begeistert und ich habe beim lesen sogar neue Fakten über die Pariser Welt im 19. Jahrhundert gelernt. 



Leseempfehlung.



Ich habe das Buch  von NetGalley bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

Donnerstag, 28. Juni 2018

Die Muse von Wien von Caroline Bernard

Die Muse von Wien





Autor: Caroline Bernard
Verlag: Aufbau TB
Seiten: 496
Preis: 12,99€, Taschenbuch
ISBN: 978-3746633923

Bewertung: ☺☺☺☺










Worum geht es ?


Muse, Künstlerin, Geliebte.

Klimt war ihre erste Liebe, für Gustav Mahler wird sie zur Muse – Alma Schindler wächst inmitten der Wiener Boheme auf, ist in den Salons der schillernden Metropole zu Hause, verfolgt den Aufstieg der Secession, inspiriert und verführt. Und sie ist Künstlerin, ihre Leidenschaft gehört dem Klavierspiel, vor allem der Komposition. Bis sie Gustav Mahler trifft und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Gustav erwidert ihre Liebe, jedoch zu einem hohen Preis: Für ihn soll sie ihre Kunst aufgeben …
Die Geschichte einer der faszinierendsten Frauen im Wien der Jahrhundertwende.
[Quelle: Amazon]

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Alma wird 1879 geboren und wächst in Wien auf. Ihr Stiefvater und ihr verstorbener Vater sind beide Künstler. Noch während sie zu einer jungen Frau wird, liegen ihr die Verehrer zu Füßen, doch Alma möchte niemanden von denen. Ihr hat es der Maler Klimt angetan, er wird ihre erste Liebe. Doch eine Beziehung mit Klimt ist unmöglich und Alma stürzt sich in das was sie am besten kann: Klavier spielen und komponieren. Alles ändert sich als sie Gustav Mahler kennen lernt, den Direktor der Wiener Oper. Für ihn gibt sie ihre Leidenschaft auf und bald bemerkt sie, dass es nicht einfach ist mit einem Genie zu leben und seine Muse zu sein.


Das Cover des Buches ist sehr schön. Es passt supe in die Reihe der starken Frauen. 
Ich habe von dieser Reihe bisher erst ein anderes Buch gelesen und bin ihr schon verfallen.

Alma ist eine sehr interessante Frau. Sie gilt als schönste Frau Wiens und tummelt sich auf vielen gesellschaftlichen Veranstaltungen. Die Ehe mit Mahler verändert ihr Leben. Als musikalisches Genie geht Maler nicht gerne unter Leute und hat selten Zeit für seine Frau. Alma ist an seinem Schaffen beteiligt. Sie kopiert seine Noten ins Reine und ist als Muse und Frau an seiner Seite. Für Mahler wird es in Wien unschön, denn er ist Jude. So verbringen die beiden mehrere Monate im Jahr in New York. Die beiden Töchter bleiben zu Hause.
Almas Leben besteht nur noch aus Koffer packen. Sie ist ihrem Alltag gegenüber abstumpft und das ändert sich erst, als sie auf Kur Walter Gropius kennen lernt. Er wird später das Bauhaus gründen.

Der Schreibstil von Caroline ist klasse. Ich konnte mich in Alma hineinfüllen. Es liegen gerade einmal ungefähr 100 Jahre zwischen ihr und mir und das Denken der Menschen hat sich so verändert. 
Von ihr wird erwartet, dass sie ihre Bedürfnisse hinter die ihres Mannes stellt, ob er nun ein Genie ist oder nicht. Von der selbstbestimmten Frau sind wir noch weit entfernt. Dennoch gibt Alma nie ganz auf und ich bewundere sie sehr.

Ich hätte mich gerne noch weiter mit ihr und  ihrem Leben beschäftigt. Der Epilog fast fast ihr halbes Leben zusammen. Im Buch geht es nur um die erste Lebenshälfte.

Wünschen würde ich mir Jahreszahlen am Anfang eines Kapitels. Es wird nur ab und zu erwähnt, welches Jahr wir haben, dass hat mir gefehlt damit ich mich orientieren konnte.

Klasse Buch mit einer starken Protagonisten und tollen Nebencharaktern.

Leseempfehlung. 


 Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde von lovelybooks bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

Freitag, 22. Juni 2018

Wie heiß ist das denn? von Ellen Berg

Wie heiß ist das denn?





Autor: Ellen Berg
Verlag: Aufbau TB
Seiten: 352
Preis: 10,99€,Taschenbuch
ISBN: 978-3746634074

Bewertung: ☺☺☺









Worum geht es ?

Früher war mehr Liebe? Von wegen!

Mitte vierzig ist ein komisches Alter, findet Bea. Mal fühlt sie sich jung und knackig wie eh und je, dann wieder melden sich Hitzewellen und Stimmungsschwankungen. Dass sich der Versöhnungssex mit ihrem Freund als Abschiedssex herausstellt, hebt ihre Laune auch nicht gerade. Warum gerät sie immer an die Falschen? Der Frust ist komplett, als Mutter Rosi, 64, und Tochter Mona, 19, mit neuen Liebhabern auftauchen – beide in Beas Alter. Geht gar nicht! Bea beschließt, erst mal männerlos glücklich zu werden. Aber dann steht mit Theo ein Mann vor ihr, der zwar definitiv der Falsche ist, ihr jedoch einen Hitzetsunami nach dem anderen beschert.

Drei Frauen aus drei Generationen suchen die Liebe – und finden sie dort, wo sie sie am wenigsten vermuten.

 [Quelle: Amazon]

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Bea guckt nicht schlecht, als an ihrem 44sten Geburtstag ihre Tochter und ihre Mutter mit einem Freund in ihrem Alter auftauchen. Vor allem von der Beziehung ihrer Tochter Mona und dem Professor Julian ist Bea alles andere als begeistert. Mit ihrer Selbständigkeit läuft es nicht gut und da kommt Theo gerade richtig. Er braucht ihre Dienste als Inneneinrichterin und Bea findet in ihm einen Freund, auch wenn er definitiv der Falsche ist. 
Mit einer Menge Hitzewellen und Streit mit dem Freund von Mona kämpft Bea sich durch das chaotische Leben, welches für sie einige Überraschungen bereit hält.

Dieses Buch ist mein erster Roman von Ellen Berg.

Der Einstieg gelang mir sehr gut, denn der Schreibstil lässt sich einfach und schnell lesen. Es gibt eine Menge Humor. 

Die Geschichte von Bea hat mir recht gut gefallen. Es gab einige Stellen, welche ich echt anstregend fand, einige davon waren die Streitgespräche mit dem Freund von Mona. Die waren ziemlich anstrengend und ich konnte sie nicht nach vollziehen, weil in diesem Moment beide Charaktere sehr leblos wirkten.

Sonst waren die Charaktere voller Leben und ich habe mich ziemlich schnell mit Bea angefreundet. Wenn sie nicht gerade mit Julian streitet oder sich mit ihrer Mutter unterhält, dann konnte ich sie ziemlich gut leiden.

Welchen Charakter ich ziemlich anstrengend fand, war Mona, die Tochter von Bea. Sobald sie redete sprudelten Jugendwörter aus ihr heraus. Sie ist 19 und ich 22, da liegen nicht viele Jahre zwischen uns, und ich kenne die Wörter zwar, aber ich habe sie noch nie jemanden ernsthaft sagen hören. Es war ziemlich anstrengend ihr zu zuhören. 
Hier wäre etwas weniger mehr gewesen.

Das Ende und die große Überraschung fand ich sehr gelungen und beides hat mich für die Gespräche mit Mona und Julian entschädigt.

"Wie heiß ist das denn?" ist ein schönes, leichtes Buch für zwischen durch. Perfekt für den Urlaub.

Leseempfelhung.


 Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde von lovelybooks bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

Sonntag, 18. Februar 2018

Solange du lügst von Kimberley Belle

Solange du lügst






 Autor: Kimberley Belle
Verlag: Aufbau
Seiten:384
Preis: 9,99€,broschiert
ISBN: 978-3746634142
Bewertung: ☺☺☺









Worum geht es ?

Selbst eine perfekte Ehe hat ihre dunklen Seiten …

Iris führt eine harmonische Ehe – glaubt sie. Doch als ein Flugzeug abstürzt, in dem ihr Mann sitzt, obwohl er eine andere Maschine nehmen wollte, begreift sie, dass sie mit einem Lügner verheiratet war. Will hat ihr etwas vorgemacht, was seine Vergangenheit und seinen Job anging. Dann erhält Iris plötzlich Drohungen, die eigentlich nur von einem kommen können – ihrem angeblich toten Ehemann.
[Quelle: Amazon]

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Die Ehe von Iris und Will könnte nicht glücklicher sein, die beiden lieben sich nach sieben Jahre Ehe immer noch und versuchen gerade ein Baby zu bekommen. Will macht sich auf nach Florida zu einer Konferenz, als kurze Zeit später sein Name unter den Todesopfern eines Flugzeugabsturzes auftaucht, bricht für Iris ihre Welt zusammen. Sie glaubt nicht an den Tod ihres Mannes, den das abgestürzte Flugzeug ging nicht nach Florida, sondern nach Seattle. Iris stellt Nachforschungen an und muss feststellen, dass ihr Mann sie Jahre lange belogen hat. 

Der Thriller ist in der Ich-Form geschrieben. Beim Lesen wurde ich dadurch immer tiefer in die Geschichte und die Gefühlswelt von Iris hineingezogen. Ihre Gefühle sind authentisch. Man erlebt ihre Trauer und ihre Art zu denken, den Iris ist Psychologin und kennt sich mit dem Trauern aus.

Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt und nicht mehr losgelassen. Ich habe das Buch immer weiter gelesen, denn die Idee dieses Buches ist faszinierend wie erschreckend. Was ist, wenn dein Ehemann sich nach vielen Jahren, als ein ganz andere Mensch herrausstellt?
Dieser Gedanke ist erschreckend und großartig umgesetzt. 

Iris ist das ganze Buch über fest davon überzeugt, dass Will nicht in diesem Flugzeug saß. Sie kann es einfach nicht wahrhaben und dabei hat sie es auch geschafft, mich zu verunsichern, was ich jetzt glauben soll.

Nur das Ende hat mich nicht ganz so gut überzeugt, wie das restliche Buch.

"Solange du lügst" ist ein Psychothriller, den ich gerne weiterempfehle. Eigentlich lese ich im Moment nicht mehr gerne Thriller, aber dieser hier ist etwas besonders.

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür. 

Mittwoch, 16. März 2016

Feine Leute von Joan Weng

Feine Leute




Autor: Joan Weng
Verlag: Aufbau Taschenbuch

Seiten: 336, Taschenbuch
Preis: 9,99€, Taschenbuch
ISBN: 978-3746631752

Bewertung: ☺☺☺











Worum geht es ?


Mord in bester Gesellschaft.
Berlin im Sommer 1925: Dass Bernice ihren schwerreichen Gatten von ihrem Liebhaber hat umbringen lassen, ist eine Tatsache – zumindest für die feine Gesellschaft. Kriminalkommissar Paul Genzer ist davon jedoch nicht überzeugt, insbesondere nachdem die Witwe plötzlich an einer Überdosis Morphium gestorben ist. Während der Tod der Witwe neue Fragen aufwirft, folgen weitere Bluttaten, und so ist der proletarische Kommissar bald froh, bei seinen Ermittlungen durch den hochadligen Filmstar Carl von Bäumer ungewöhnliche Unterstützung zu bekommen. Der Leinwanddetektiv mit der Leidenschaft für Kokain kennt sich zwar bestens aus in der Welt der Reichen und Schönen, er verfolgt jedoch ganz eigene Motive.
Ein Kriminalfall vor besonderer Kulisse: die Goldenen Zwanziger Jahre und ihre feine Gesellschaft.

"Feine Leute" habe ich abends in die Hand gekommen um runter zufahren und um mich zu entspannen. Schnell merkte ich jedoch, dass der Schreibstil nicht zum müden abendlichen Lesen einlädt. Nach ca. 50- 60 Seiten habe ich mich langsam an den Schreibstil gewöhnt. Nun konnte ich mich auf die Geschichte einlassen.

Der Plot der Geschichte ist gut, allerdings bin ich manchmal mit den Personen und den Schauplätzen durcheinander geraten.
Der Hauptteil der Geschichte wirkt auf mich nicht wie ein Krimi. Die Geschichte beschäftigt sich die meiste Zeit mit der verbotenen Liebe der beiden Ermittler.

Ich mag es, wie Joan Weng es schaffte mir das Gefühl zu geben in den Zwanzigern zu sein, Sie beschreibt die damalige Mode und Einrichtung. Auch die Sprache ist sehr anders, als ich es gewöhnt bin.

Eine interessante, aber logische, Aufklärung am Ende entschädigt nicht wirklich für die blassen Charaktere und eine Geschichte ohne Spannung. 



Ich danke der Autorin und dem Verlang für das Buch.